Rezension:
Unbeugsam wie die See
von Emilia HartSpieldauer: 11 Stunden und 51 Minuten
Erscheinungsdatum: 26.08.2025
Eine bewegende Geschichte
Unbeugsam wie die See von Emilia Hart ist eine besondere Geschichte. Das
Hörbuch erschien bei Harper Audio. Gesprochen von Leonie Landa, Julia
Nachtmann, Jodie Ahlborn. Schon der Titel hat mich neugierig gemacht,
und tatsächlich spielt das Meer hier eine große Rolle, nicht nur als
Schauplatz, sondern auch als Symbol für Stärke, Wandel und inneren Mut.
Die Sprecherinen lesen sehr angenehm und schaffen es, die Gefühle der
Figuren deutlich spürbar zu machen. Die Geschichte verläuft in drei
Zeitebenen. In der Gegenwart ist Lucy die Hauptperson. Ihr passier etwas
unschönes und auch unerklährliches und so flieht sie zu ihrer Schwester
Jess an die australische Küste. Doch das Haus ist leer. Während Lucy
auf die Rückkehr ihre Schwester wartet, erfährt sie von seltsamen
Ereignissen in der Kleinstadt: Männer sind verschwunden, ein Baby wurde
in einer Höhle gefunden, und Seeleute hören Frauenstimmen auf den
Wellen. Von dort springen wir in die Vergangenheit, wo Jess eine einsame
Sechzehnjährige ist, in einer ländlichen Stadt in der Mitte des
Kontinents. Mit einer seltenen Wasserallergie diagnostiziert, hat sie
sich schon immer anders gefühlt.
Und immer wieder hat Lucy seltsame Träume über die Zwillingsschwestern
Mary und Eliza in das Jahr 1800. Sie wurden aus Irland nach Australien
verbannt. Auf der langen Reise beginnen sie, seltsame Veränderungen an
sich zu bemerken und spüren, wie das Meer sie zu rufen scheint... Ich
habe schnell in die Handlung hineingefunden und konnte gut mitfühlen,
besonders mit der Hauptfigur, die ihren ganz eigenen Kampf führt, gegen
die Vergangenheit, gegen äußere Umstände und manchmal auch gegen sich
selbst. Natürlich gab es ein paar Passagen, die für mein Gefühl etwas
länger waren, aber insgesamt blieb die Handlung so stimmungsvoll und
lebendig, dass ich gerne weitergehört habe.

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